In dem Buch “Gegen die Welt” von Jan Brandt geht es vor allem um das Leben in der Provinz. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem der Junge Daniel Kuper. Dieser ist recht unauffällig und wurde zum Aussenseiter. Dieser Werdegang ist in dem fast 1000 Seiten umfassenden Buch ausführlich beschrieben. Vor allem geht es aber auch darum, dass das kleine Dort auf einmal von der restlichen “großen Welt” wahrgenommen wird. Daran sind zwei Ereignisse schuld. Zum einen handelt es sich dabei um die Tatsache, dass ein Junge in einem Maisgeld gefunden wird und nur noch wirres Zeug redet. Die Medien vermuten dahinter den Angriff von Aliens, was viele Schaulustige und Ufologen in das kleine Dorf strömen lässt. Ein anderes Ereignis ist das Beschmieren des ganzen Dorfes mit rechten Parolen, sodass Medien und Rechtsextreme über das Dorf herfallen. Insgesamt ist es ein sehr anschauliches Buch, was Jan Brandt auch mit der Individualisierung der Schrift schön umgesetzt hat. In dem Buch “Satus Katze” von Constantin Göttfert geht es um einen jungen Autor aus Wien. Dieser hat hat ein Stipendium bekommen und fuhr deswegen nach Finnland. Die Einladung dazu bekam er von einer etwas undurchschaubaren Literaturprofessorin. Die Geschichte spielt sich die ganze Zeit in einer Hütte auf einer finnischen Insel ab die viel zu verraucht und trotzdem kalt ist. Natürlich ist das Geschehen des Buches nicht die ganze Zeit auf diese Hütte konzentriert, sondern viel mehr der Standort der Hauptprotagonisten. So wird die Geschichte dort erzählt, zieht dann aber dank der Erzählungen nach Wien und vielen anderen schönen Orten ab. Dort werden auch viele Parallelwelten miteinander verknüpft, was für den Leser sehr spannend ist und unter anderem den Reiz zum weiterlesen gibt.

Bücherneuvorstellungen von JohannesGrüner/Flickr.com