Charlotte

Verfasst am 26/08/2011

Feministin. Das ist das erste Wort was einem zu Alice Schwarzer einfällt. Bei Charlotte Roche denkt man sofort an „Feuchtgebiete“. Wo die Parallelen sind fragt man sich im ersten Moment und sieht eigentlich keine. Schaut man sich beide jedoch genauer an, wird alles ein wenig klarer.

 

Alice Schwarzer, noch 68 Jahre alt, ist bekannt als Feministin und Herausgeberin der Frauenzeitschrift „Emma“. In den 1970er und 1980er Jahren polarisierte sie sehr, vor allem in den Themen rund um die Sexualität der Frauen.Alice Schwarzer schrieb in ihrem 1975 erschienenem Buch „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“, dass das Thema Erotik für Männer mich Macht besetzt sei und für Frauen für Ohnmacht stehe. Im 2000 erschienenem Buch „der Große Unterschied“ betont Schwarzer die gestiegene Gleichberechtigung in der Sexualität, doch hielt weiterhin ihre These aufrecht, dass die An- oder Aberkennung des sexuellen Wertes einer Frau weiterhin die größte Trumpfkarte in der Hand der Männer ist. Eine Frau die unbequem für den Mann wird, kann jederzeit als „nicht begehrenswert“ deklassiert werden.

 

Charlotte Roche, 33 Jahre alt, hingegen ist da nicht unbedingt anderer Auffassung. Sie sagt, dass sich weibliche Single, die eben in keiner Beziehung leben, sich nicht schämen oder verurteilen lassen sollten, wenn sie in ihrer freien Phase viel Sex mit unterschiedlichen Männern haben und diese Zeit genießen. Sie sollten es nicht zulassen, sich als Schlampen bezeichnen zu lassen und sich somit von Männern oder der Gesellschaft verurteilen zu lassen. Ihrer Meinung nach sind Frauen stets auf der Suche nach der wahren Liebe und dem Einen und vergessen daraufhin, Spaß an dem Einem zu haben.

 

Im Vergleich sieht man dann doch, dass beide Frauen sich wenigstens in dem Punkt Sexualität sehr überschneiden und sich gar nicht so unähnlich sind, wie zumindest Roche behauptet.

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